01. Aug 2004
Die Resultate dieser Beobachtungen zeigen einen grossen Handlungsbedarf für eine natürlichere Gestaltung der Gewässer. Mit Ausnahme der Bachforelle haben die einzelnen Arten einen eingeschränkten Lebensraum, sie können nicht mehr aus der Aare oder der Suhre oder aus besseren Abschnitten der Wyna aufsteigen oder sie sind ganz verschwunden.

Der vollständige Bericht mit zahlreichen Abbildungen und Karten kann über folgenden Link herungergeladen werden:
Die vorliegende Arbeit zum Nachweis der aktuellen Verbreitung der Fische und Krebse in der Wyna soll Grundlageninformationen für die Planung und Realisierung von ökologischen Aufwertungsmassnahmen unter anderem im Zusammenhang mit dem ‚Hochwasserrückhaltebecken Moos‘ bei Zetzwil bereitstellen.
Die Resultate zeigen einen grossen Handlungsbedarf für eine natürlichere Gestaltung der Gewässer. Mit Ausnahme der
Bachforelle haben die einzelnen Arten einen eingeschränkten Lebensraum, sie können nicht mehr aus der Aare oder der
Suhre oder aus besseren Abschnitten der Wyna aufsteigen oder sie sind ganz verschwunden.
Die Bachforelle wird auch aus Fischereigründen regelmässig ausgesetzt. Ihr Vorkommen kann daher nicht uneingeschränkt
als Gütesigel für das Gewässer angesehen werden. Andere Arten profitieren nicht oder selten von konkreten Massnahmen.

In der Wyna sind Bachforellen, Bartgrundel und Groppen nachgewiesen worden.
Es fehlen Aale, Alet, Barben, Elritzen, Gründlingen, Nasen, Rotaugen und Schneider. Diese Arten leben in der Suhre/ Aare und würden eine naturnähere und durchgängige Wyna zumindest in den unteren Bereichen besiedeln.
Obwohl der Edelkrebs in einzelnen Zuflüssen der Wyna vorkommt, konnte er offensichtlich nicht in die Wyna einwandern oder sich dort halten. Es konnten keine Tiere nachgewiesen werden. Die Wyna wäre jedoch auch für diese Art ein potentieller Lebensraum.
Die Bemühungen um eine Aufwertung der Wyna sollten sich an einem Gesamtkonzept mit entsprechenden Zielen orientieren. Einzelne Massnahmen sind dort zu realisieren, wo ein grösstmöglicher Nutzen unter Berücksichtigung des vorhandenen Gefährdungspotentiales (ARA's, Landwirtschaft) zu erwarten ist. Gefährdete Arten sind mit entsprechender Priorität zu fördern .